Liebe Steuern!

Wahrscheinlich denkst du dir, jetzt ist sie endgültig verrückt.

Bin ich aber nicht!

OHNE Steuern KEIN Erfolg!

In meinen Seminaren und Workshops merke ich sehr oft, dass eine gewisse Angst besteht Steuern zahlen zu müssen. Das ist sowohl bei der Umsatzsteuer so, sofern sich der Steuerpflichtige der Kleinunternehmergrenze nähert, als auch bei der Einkommensteuer hinsichtlich des Grundfreibetrages. Diese Angst setzt emotionale Barrieren im Hinblick darauf, mit einer beruflichen Tätigkeit voll durchzustarten und erfolgreich zu werden!

Lass Grenzen hinter dir!

Lass dich von derlei Gedanken nicht aufhalten! Steuern gehören zum Erfolg! Deshalb nimm sie als Bestandteil deiner Kosten an, als Notwendigkeit für deinen betrieblichen Aufstieg!

Kenne die für dich wichtigen steuerlichen Regelungen!

NATÜRLICH solltest du alle wichtigen steuerlichen Vorschriften, die für dich gelten kennen und optimal anwenden. Optimal heißt so, dass sie für dich am vorteilhaftesten wirken. Sollte aber danach noch eine Steuerbelastung verbleiben, diese Belastung ganz einfach einen Kostenfaktor dar. Du musst diesen Kostenfaktor in deiner betrieblichen Planung berücksichtigen, wie alle anderen Kosten auch.

Emotionale Barriere: Kleinunternehmergrenze

Ein Punkt vor dem viele zurückschrecken ist das Überschreiten der Kleinunternehmergrenze bei der Umsatzsteuer. Da wird lieber auf Umsatz verzichtet, bevor auf einmal auf den gesamten steuerpflichtigen Umsatz Umsatzsteuer gezahlt werden muss. Natürlich solltest du als Künstler und Kreativer die steuerlichen Regelungen, die für dich gelten kennen und so anwenden, wie es für dich am günstigsten ist. Gerade für Künstler gibt es Umsatzsteuerbefreiungen und oft kommt der niedrigere Steuersatz von 7% zur Anwendung. Diese Regelungen musst du für dich prüfen. Welche Anwendung ist für dich am besten. Nicht immer muss zum Beispiel die Anwendung der Kleinunternehmerregelung für dich am günstigsten sein. Wenn du für dich abgewogen hast, welche steuerliche Handhabung die beste ist und dennoch kommt am Ende eine Steuerbelastung heraus, dann ist das eben so. Finanzieller Erfolg ist mit Steuern verbunden. Versuche die Steuer durch unterstützende Maßnahmen abzufedern, indem du beispielsweise mehr Schüler in einen Kurs aufnimmst oder die Umsatzsteuer deinem Auftraggeber ganz oder zumindest teilweise belastest.

Emotionale Grenze: Grundfreibetrag

Bei der Einkommensteuer ist es genauso. Hier ist der kritische Punkt der Grundfreibetrag. Viele junge Künstler verharren länger als notwendig rund um diesen Einkommensbereich, ganz einfach, weil sie von der Steuer abgeschreckt werden, mehr zu verdienen. Sie kennen sich nicht aus, haben Angst was falsch zu machen, wollen keine Steuer bezahlen, etc. Auch hier kann ich nur sagen: wenn du auf Dauer nicht mehr verdienst, als den Grundfreibetrag, dann sind deiner Lebensführung enge Grenzen gesetzt. Also geh es an. Sammle Erfahrungen im Bereich Steuern. Lies dich ein, welche steuerlichen Regelungen für dich gelten. Hierzu empfehle ich dir meinen onlinekurs: Steuern DIY, mach deine Steuererklärung selbst. Dort findest du alle Themen rund um die Einkommensteuer für dich als Künstler dargestellt und erläutert. Und dann leg los!

Leg los!

Lass die Grenzen, die die steuerlichen Kleinbetragsregelungen deiner beruflichen Tätigkeit auferlegen hinter dir und wende dich mit Freuden der Bezahlung von Steuern zu – und damit deinem Erfolg!

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Budgetiere liquiditätsbasiert

Bei der Erstellung eines Budgets geht es darum zu sehen, wird das Geld am Ende des Monates reichen, um alle Ausgaben zu decken. Deshalb musst du dir diese Überlegungen auch auf Basis des Geldzu- und Geldabflusses überlegen.  

Etwas anderes ist die Berechnung des Gewinns für dein Unternehmen, beispielsweise für steuerliche Zwecke. Im Gewinn sind immer auch Aufwendungen enthalten, die nicht zu einem Geldabfluss führen. Dies ist vor allem bei Abschreibungen von Anlagevermögen wie Instrumenten, Autos oder anderen Gegenständen der Geschäftsausstattung der Fall. Dafür gibt es im Rahmen der Gewinnermittlung Ausgaben, die den Gewinn nicht sofort mindern. Das ist wiederum bei der Anschaffung von Gegenständen der Geschäftsausstattung der Fall, die nicht sofort den Gewinn mindern, sondern abgeschrieben werden.

Es gibt also große Unterschiede zwischen dem Gewinn eines Unternehmens und einem liquiditätsbasierten Budget. Wir kümmern uns hier um dein Budget auf Basis der Liquidität, denn das hilft dir deine Finanzen in den Griff zu bekommen.

Aufstellung aller Einnahmen und Ausgaben

Erstelle eine Liste aller Ausgaben, die du bezahlen musst und aller Einnahmen, die vermutlich in diesem Monat eingehen werden. Es geht hier also ganz genau um den Geldeingang sowie den Geldabgang. Die Ausgaben wirst du wahrscheinlich relativ sicher benennen können. Mit den Einnahmen ist das so ein Problem, je nachdem wie dein Geschäftsbereich aussieht. Als Musiker hast du oft längerfristige Verträge und Engagements. Dann weißt du schon frühzeitig, wann welche Einnahmen eingehen werden. Andere Soloselbständige werden wahrscheinlich nicht auf ein Jahr im Voraus sagen können, welche Einnahmen wann eingehen werden.

Erfasse hier zunächst die Einnahmen für das Budget, die du schon sicher erwarten kannst. In einem zweiten Schritt ermittelst du dann die benötigten Einnahmen für den Monat, um deine Ausgaben zu decken. Einbeziehen kannst du hier natürlich auch den Liquiditätsüberhang des Vormonates. In einer Seitenrechnung stellst du dann zusammen, wie du diese Einnahmen für den Monat generieren möchtest. Hier kommt dann das strategische Denken ins Spiel.  

Monatliches Budget

Verteile die Ausgaben und Einnahmen auf die einzelnen Monate, in denen sie bezahlt werden müssen oder in denen du den Eingang erwartest. So hast du einen besseren Überblick, ob das Geld an jedem Monatsende reicht, oder ob es zu Liquiditätsengpässen kommen wird. Du kannst eine solche Aufstellung natürlich auch täglich machen oder wöchentlich. Ich denke aber, dass es für Soloselbständige in der Regel reichen wird, ein monatliches Budget zu erstellen. Es geht ja auch darum, effektiv zu handeln und nicht unnötige Arbeit zu machen.

Erfasse die Bruttoeinnahmen und –ausgaben einschließlich Umsatzsteuer

In einem Budget erfasst du die Bruttoausgaben sowie die Bruttoeinnahmen. Denn der Bruttowert ist der Zahlungseingang beziehungsweise Zahlungsausgang. Und das ist, was dich interessiert, wenn es darum geht, deine Finanzen in den Griff zu bekommen. Die Umsatzsteuerzahllast stellt ebenfalls eine Ausgabe dar, die du in deinem monatlichen Budget erfassen musst. Die Umsatzsteuerzahllast kannst du leider nur durch einige Rechnerei ermitteln. Du musst aus den Einnahmen die Umsatzsteuer in einer Nebenrechnung herausrechnen und aus den Ausgaben die Vorsteuer. Letztlich geht es im Budget aber nicht um Pfennigbeträge. Deshalb kannst du gerade bei der Umsatzsteuer auch etwas runden/schätzen. Bitte beachte, dass die Umsatzsteuer eines Monats immer im nächsten Monat fällig wird. Eine Umsatzsteuererstattung stellt natürlich im Gegenzug eine Einnahme dar.